• Beschreibung

  • Diagnose

  • Behandlung

Diese und weitere Erkrankungen können von bestimmten Humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden.

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Analkrebs ist Krebs im Bereich des Darmausgangs, der nicht mit Darmkrebs zu verwechseln ist. Analkrebs entsteht in knapp 90 % aller Fälle durch eine anhaltende Infektion mit HPV und betrifft sowohl Männer als auch Frauen. Wie bei einigen anderen HPV-bedingten Tumoren geht auch diesem Krebs zunächst eine Krebsvorstufe voraus.

Analkrebs wird als Zufallsbefund routinemäßiger Untersuchungen, wie z.B. Darmspiegelungen entdeckt. Frühe Stadien verlaufen häufig zunächst ohne Beschwerden, jedoch mit tastbaren, aber nicht schmerzhaften Hautveränderungen. Im weiteren Verlauf sind anale Blutungen bei circa 45–50 % der Patienten das Hauptsymptom. Darüber hinaus können Schmerzen beim Stuhlgang, ein Fremdkörpergefühl, Jucken, Schleimabgang und Inkontinenz auftreten.

Bei auffälligen Symptomen erfolgt eine sorgfältige Untersuchung von After und Enddarm, wobei z.B. im Rahmen der Enddarmspiegelung auch eine Gewebeprobe entnommen und mikroskopisch untersucht wird. Außerdem kann durch eine rektale Sonographie festgestellt werden, wie tief der Tumor bereits in den Analkanal eingewachsen ist und ob angrenzendes Gewebe betroffen ist. Analtumoren, die sich nur am Rand des Afters befinden, lassen sich leichter operativ entfernen und haben insgesamt eine günstigere Prognose als typische Analkarzinome. Beide Tumorarten werden in der Regel noch vor einer operativen Entfernung mit einer Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie behandelt, um den Tumor zu verkleinern und die Ergebnisse der Operation zu verbessern, was vielen Patienten einen künstlichen Darmausgang erspart.