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Gebärmutterhals­­krebs

  • Beschreibung

  • Diagnose

  • Behandlung

Diese und weitere Erkrankungen können von bestimmten Humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden.

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Weltweit ist der Gebärmutterhalskrebs die 4.- häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Gebärmutterhalskrebs wird zu nahezu 100 % durch bestimmte HP-Viren verursacht. Von einer Infektion bis zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs können oft Jahre bis Jahrzehnte vergehen. Die Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs können durch einen Pap-Abstrich beim Frauenarzt oder der Frauenärztin erkannt werden. Trotzdem versterben täglich in Deutschland 4 Frauen an Gebärmutterhalskrebs.

Krebsvorstufen des Gebärmutterhalses sind meist symptomlos und können durch die routinemäßigen Vorsorgeuntersuchungen (PAP-Abstrich oder je nach Alter kombiniert mit HPV-Testung) entdeckt werden. Ein auffälliger Befund erfordert die weitere Untersuchung mittels Scheidenspiegelung. Von verdächtigen Bereichen können dann gezielt Gewebeproben (sog. Biopsien) entnommen werden. Bei leichten und mittelschweren Zellveränderungen erfolgt in der Regel alle 3 bis 6 Monate eine Kontrolle, da sich die Krebsvorstufen häufig zurückbilden.

Haben die Zellveränderungen über ein Jahr Bestand oder liegt eine fortgeschrittene Krebsvorstufe vor, wird das veränderte Gewebe am Gebärmutterhals entfernt (Konisation). In Folge der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen werden jährlich über 140.000 operative Eingriffe zur Diagnostik oder Behandlung krebsverdächtiger Befunde von Krebs und Krebsvorstufen durchgeführt. Betroffen sind vor allem junge Frauen im gebärfähigen Alter. Als Folge des Eingriffs kann es bei nachfolgenden Schwangerschaften unter anderem zu einem erhöhten Risiko für Früh- und Fehlgeburten kommen. Im Gegensatz zu seinen Vorstufen kann es beim Gebärmutterhalskrebs, insbesondere in einem fortgeschrittenen Stadium zu Symptomen wie z.B. abnormalen Blutungen und Schmerzen im Unterleib kommen. Die Diagnosestellung erfolgt über die gynäkologische Untersuchung. Der Gebärmutterhalskrebs ist die 4.-häufigste Krebserkrankung weltweit. Besteht der Verdacht auf ein Karzinom, wird eine Gewebeprobe entnommen und anschließend mit einem Mikroskop untersucht. Weitere Untersuchungen, um das Ausmaß der Tumorausbreitung zu beurteilen, umfassen verschiedene bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT). Die Standardtherapie früherer Stadien des Gebärmutterhalskrebses besteht aus einer Operation, in fortgeschrittenen Stadien ist in der Regel die Radiochemotherapie, eine Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie, erforderlich.