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Schamlippenkrebs

  • Beschreibung

  • Diagnose

  • Behandlung

Diese und weitere Erkrankungen können von bestimmten Humanen Papillomviren (HPV) verursacht werden.

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Schamlippenkrebs kann durch eine anhaltende Infektion mit bestimmten HPV-Typen im Bereich der Schamlippen entstehen. Im Vergleich zu Gebärmutterhalskrebs tritt diese Erkrankung jedoch seltener auf.

Schamlippenkrebs wird häufig als Zufallsbefund bei der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung diagnostiziert. Bei Verdacht auf Schamlippenkrebs wird der gesamte Genitalbereich und die Leistenregion angeschaut und abgetastet. Von verdächtigen Bereichen wird eine Gewebeprobe entnommen und mit dem Mikroskop untersucht, eine Lupenvergrößerungsuntersuchung (Vulvoskopie) kann die Diagnostik unterstützen. Da dieser Krebs oftmals in angrenzende Gewebe und Organe hineinwächst, sind je nach Lage des Tumors weitere Untersuchungen sinnvoll. Die Spiegelung der Harnwege (Urethrozystoskopie) oder des Enddarms (Rektoskopie) kann hierbei in Betracht gezogen werden. Aber auch Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen, als auch Kernspintomographie und Computertomographie helfen bei der Abklärung, ob andere Organe betroffen sind.

Für die Behandlung kommt primär die operative Entfernung des Tumors in Frage. Kann in Einzelfällen nicht operiert werden, z.B. bei großer Ausdehnung des Tumors auf den Anus, kann eine Bestrahlung mit Chemotherapie vor der Operation erfolgen. Konnte der Tumor bei einer Operation nicht komplett entfernt werden, kommt eine zusätzliche Strahlentherapie nach der Operation in Betracht, vor allem dann wenn keine weitere Operation geplant ist.