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Aufklärung kann schützen

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Juli 2021

Weil es einfach wichtig ist: Mit einer HPV-Impfung für Mädchen und Jungen kann man bestimmten Krebsarten vorbeugen.

Je eher, desto besser!
Haben Sie sich schon Gedanken gemacht?

Unser körpereigenes Abwehrsystem leistet einiges – es bekämpft Krankheitserreger und kann diese in vielen Fällen unschädlich machen. Das ist auch bei Humanen Papillomviren so. In manchen Fällen scheitert aber auch ein starkes Immunsystem. Das kann dann zu einer langanhaltenden Infektion führen, aus der sich bestimmte HPV-bedingte Erkrankungen entwickeln können. Humane Papillomviren können vor allem bestimmte Erkrankungen im Genital- und Analbereich bei Jungen und Mädchen verursachen: Mittlerweile gibt es mehr als zweihundert bekannte HPV-Typen. Einige davon können bei Jungen und Mädchen beispielsweise Genitalwarzen verursachen, andere dagegen im Laufe ihres späteren Lebens bestimmte Krebsarten und Krebsvorstufen auslösen – nicht nur Gebärmutterhalskrebs, Scheiden- und Schamlippenkrebs, sondern auch Analkrebs. Von diesem sind sowohl Mädchen als auch Jungen betroffen. Das Immunsystem ist unser Sicherheitsnetz und braucht hin und wieder Unterstützung in Form von Impfungen, um sich gegen bestimmte Krankheitserreger besser wehren zu können. Es reagiert umso besser auf die Impfung, je jünger die geimpfte Person ist. Im Fall einer HPV-Impfung sind zudem nur zwei Dosen Impfstoff nötig, wenn das Kind zwischen 9 und 14 Jahre alt ist – später sind es dann drei. Die ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine HPV-Impfung von Mädchen und Jungen. Übrigens: Seit letztem September ist die HPV-Impfung für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren und die Nachholimpfung bis 17 Jahren eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Wichtig ist, dass sich Eltern bewusst über das Thema HPV und die Möglichkeit einer HPV-Impfung informieren und mit ihren Ärzten und Ärztinnen und ihren Kindern darüber sprechen.

6 Fakten über HPV

  1. Humane Papillomviren (HPV) betreffen Jungen und Mädchen gleichermaßen und können auch bei Jungen manche Krebsarten auslösen.
  2. HPV wird von Mensch zu Mensch übertragen.
  3. Über Mini-Verletzungen der Haut und Schleimhaut kann das Virus in den Körper eindringen (z.B. Intimhautkontakt).
  4. 85 bis 90 Prozent aller Menschen infizieren sich irgendwann im Laufe ihres Lebens mit HPV.
  5. HPV kann z. B. bestimmte Krebserkrankungen im Genital- und Analbereich sowie Genitalwarzen auslösen.
  6. Die Experten der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfehlen die Impfung für Kinder zwischen 9 und 14 Jahren und die Nachholimpfung bis 17 Jahren.